Sonia Rykiel für H&M

Sonia Rykiel für H&M 2009/2010

Sonia Rykiel gehört schon seit Jahrzehnten zu den absoluten Größen der Modewelt. Die legendäre Dame der französischen Mode hatte aber anfangs gar nicht geplant so unglaublich erfolgreich zu werden. Vieles im Leben ist Zufall, vor allem wenn es um Erfolg geht. Natürlich lässt sich ohne harte Arbeit nichts erreichen, aber im Falle von Sonia Rykiel war es wohl eher die glückliche Fügung zur rechten Zeit die passende Idee gehabt zu haben, beziehungsweise in einen nahezu unerforschten Raum vorgestoßen zu sein.

Alles begann im Jahre 1962. Sonia Rykiel war gerade mit ihrer Tochter schwanger, als sie, wie so viele andere Frauen, die Erfahrung machte, dass ihr die gewohnten Kleider einfach nicht mehr passten. Was kann Frau da unternehmen? Richtig: man entwirft einfach die eigene Modekollektion. Sonia Rykiel hatte auch mit der Ideenfindung absolut ins Schwarze getroffen. Anstatt Stoffe und Schnitte zu verwenden, die bis dahin gängig waren, nutzte sie bewusst das warme und bequeme Strickkleid und verwandelte es in ein Modestück, welches sich nun zu jedem Anlass tragen ließ. Ihre Kleider fanden in den folgenden Jahren reißenden Absatz. So war es nur eine Frage der Zeit, bis sie ihr gleichnamiges Label Sonia Rykiel gründete, um Kollektionen über den Radius von Frankreich hinaus bekannt zu machen. Manche betrachteten die Kleider des Labels immer noch hämisch als Schwangerschaftsmode. Diese Vorurteile bauten sich allerdings rasch ab. Sonia Rykiels unermüdliche Hingabe und der schöpferische Ehrgeiz trieben sie über die Grenzen der Strickmode hinaus. Schon bald hatte sie sich in ihrer Umtriebigkeit mit der Kreation einer Parfum- und Kosmetiklinie beschäftigt. Beide Linien wurden, wie schon seinerzeit die Strickkleider, wahnsinnig erfolgreich. Erfolg hat bekanntlich die angenehme Nebenerscheinung, dass sich damit auch eine bessere finanzielle Situation einstellt. Dieser ermöglichte es Sonia Rykiel sich anderen künstlerischen Themen wie der Schriftstellerei und dem Innendesign zu widmen. Letzteres trieb sie so weit, dass sie sogar das Innendesign eines Pariser Hotels entwarf. Mittlerweile ist Sonia Rykiel über achtzig Jahre alt und hat den Staffelstab weiter gegeben. Schon in den späten achtziger Jahren hatte ihre Tochter Natalie die Führung im Unternehmen übernommen. Sie blieb den modischen Ideen ihrer Mutter treu und setzte auf die Klassiker des Hauses: Strick.

Auch H&M schien sich von der Mode des Hauses Sonia Rykiel überzeugt gehabt zu haben. Die Sonderkollektionen der Vorjahre waren von Superstars wie Lagerfeld, Stella McCartney und Matthew Williamson entworfen worden. Alle samt waren sie ein finanzieller Erfolg. Natürlich hatte H&M das Konzept der Gast-Kollektionen in der Zwischenzeit etwas abgewandelt. Noch bis 2008 gab es jeweils eine Herbst/Winter Kollektion. Ab 2009 gab es eine Sommerkollektion von Matthew Williamson, eine Accessoire -Kollektion von Jimmy Choo und schließlich die Kollektion von Sonia Rykiel. Diese Diversität hatte sicherlich nicht nur künstlerische Aspekte, sondern ganz harte wirtschaftliche Interessen zum Hintergrund. Doch was genau bekamen wir zu sehen? Natalie Rykiel, Tochter von Sonia Rykiel, bot im Winter 2009 nicht die gewohnten Strickkleider, sondern präsentierte uns Unterwäsche. Besonders stachen die Bustier-BHs und die bodenlangen Samtkleider aus dieser Kollektion heraus. Die Nachthemden aus Seide fielen super sexy und auch die Stücke, die sich stilistisch am japanischen Kimono orientierten, konnten von sich überzeugen. Natürlich durften die Oberteile in Querstreifen-Optik nicht fehlen – sie wurden zu so etwas wie dem Markenzeichen von Sonia Rykiel. Die Zusammenarbeit für diese Kollektion wurde so erfolgreich, dass sich H&M sogar entschloss eine weitere Kollaboration für dass Frühjahr 2010 einzugehen. Maragarte van den Bosch, zu dieser Zeit Creative Advisor von H&M, beschrieb den Grund dafür mit einfachen Worten:

„Als wir einmal begonnen hatten, gemeinsam mit Rykiel zu arbeiten, konnten wir einfach nicht mehr aufhören.“

Dazu lässt sich wohl nicht mehr viel sagen, außer dass die H&M-Kunden wohl schon sehr sehnsüchtig auf den Frühling 2010 gewartet haben müssen.

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